Menschen

Stasi in meinem Kopf?! Die ultimative Selbstreflektion

31. Januar 2018
Den Opfern der Mauer

Am Wochenende gab es einen technischen Fehler bei Facebook und ein Beitrag einer News-Seite war in der Kraichtal – Hier bin ich zu Hause Gruppe nicht mehr aufrufbar.  Ich erkläre jetzt nicht alles haarklein, aber das Ende vom Lied war, dass uns Admins Zensur vorgeworfen wurde.

Leider fiel das Word Stasi bzw. DDR und das ist für mich ein rotes Tuch. Ich habe mich total ungerecht behandelt gefühlt und war extrem beleidigt. Ich möchte auf keinen Fall mit Sozialistischen Regimen verglichen werden, und davon gab es auf deutschem Boden im 20. Jahrhundert ja genau zwei. Im Klartext, für mich ist ein DDR-Vergleich genauso beleidigend wie ein Nazi-Vergleich.

Ich kenne ein paar Leute aus „dem Osten“, die unter Einsatz ihres Lebens in den Achtzigerjahren hier her (in „den Westen“) gekommen sind. Außerdem kenne ich welche, die sogar im Stasi-Knast saßen, aus dem einfachen Grund, weil sie ausreisen wollten. Was dort passiert ist, das weiß man heute ja nur teilweise, vieles ist einfach unter den Tisch gefallen, die Menschen wurden nie entschädigt…

Über das erste sozialistische Regime im 20. Jahrhundert wird nach wie vor viel Aufklärung betrieben, was gut und wichtig ist – aber meiner Meinung nach kommt die DDR zu kurz. Es ist für mich genauso schlimm und 1:1 das selbe, nur unter anderer Flagge. Den Menschen ist nicht klar, was das für ein Unrechtsstaat war und was dort überhaupt abgegangen ist.

Ich war absolut beleidigt!

Aber dann hab ich nochmal nachgedacht.

Abgesehen von meinen Bekannten, für die ich fühle – warum tat es mir so weh?

Es heißt ja, es kann einen nur was treffen, was irgendwo einen wahren Kern hat.

Also bin ich in mich gegangen und habe geschaut: Zensur, wo mache ich das?

Und dann ist mir aufgefallen, ich mache es nicht bei anderen, ich mache es bei mir selbst.

Schon oft habe ich Bilder wieder gelöscht, die ich bei FB teilen wollte, weil sie nicht von mir waren und ich schlicht und einfach Angst vor einer Abmahnung wegen Copyright hatte. Dabei handelte es sich ganz klar um typische „Teil-Bilder“, die schon tausend mal geteilt wurden und offensichtlich hat sich noch kein Anwalt jemals die Mühe gemacht, dagegen vorzugehen.

Manchmal zensiere ich auch meine eigenen Texte. Früher hieß es schon, ich sage zu oft „Scheiße“ und „Fuck“, das habe ich versucht, mir abzugewöhnen. Aber es heißt ja, dass Mensschen, die viel Fluchen und einen großen Wortschatz haben, intelligenter sind 😉 Trotzdem schwäche ich manchmal meine Texte ab, obwohl ich gerne richtig auf die Pauke hauen würde.

Ich zensiere mich manchmal selbst!

„Kann ich das schreiben?“ frage ich mich auch bei spirituellen Dingen. Vielleicht wisst ihr, dass ich noch ein anderes Blog betreibe. Mitte November war ich richtig motiviert und ich habe noch viele unveröffentliche Notizen. Es geht um den Tod, Nahtodeserlebnisse, transzendente Erfahrungen, paranormale Phänomene.

Das geht eigentlich wie warme Semmeln.

Und trotzdem „traue“ ich mich manchmal nicht  so richtig. Nicht aus Copyright-Gründen, sondern weil ich denke, es ist zu esoterisch, zu abgehoben. Dabei ist esoterisches und abgehobenes grad im Trend und ich sage voraus, dass das jetzt immer mehr werden wird.

Ich sehe oft Dinge voraus, manchmal meine eigenen Erlebnisse, manchmal Kollektive Dinge. Aber ich poste sie nirgends. Stasi in meinem Kopf.

Was mache ich jetzt mit dieser Erkenntnis?

Mich langsam an die Freiheit rantasten und einfach mehr posten, was ich denke. Und mich trauen, Teil-Bildchen zu teilen, ohne an Abmahnanwälte zu denken. Und endlich dazu stehen, dass paranormale Dinge zu meinem Leben gehören. Übersinnliche Phänomene. Ich wollte nicht als „völlig abgehoben“ gelten aber wisst ihr was, die abgehobenen, die nicht-normalen, das sind doch die, deren Texte und Bücher ihr gerne lest, deren Filme ihr gerne schaut, deren inspirierende Zitate ihr gerne lest. Oder?!

Alex ist abgehoben und das ist auch gut so! Ab jetzt keine Selbstzensur mehr!

Danke für’s Lesen!

(Das Beitragsbild entstand 2003 auf der Loveparade in Berlin)

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