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Weihnachten im Eselstall am 2. Advent in Oberöwisheim

7. Dezember 2014

Die Geschichte des wohl berühmtesten Esels der Welt

Dass Maria und Josef auf einem Esel nach Bethlehem kamen, ist allgemein bekannt. Es ist wohl der berühmteste Esel der Welt. Dass die beiden es ohne den Esel vielleicht gar nicht geschafft hätten, das wurde in der Geschichte deutlich, die Birgit Lomnitzer am vergangenen Sonntag in ihrem weihnachtlich geschmückten Eselstall in Oberöwisheim vortrug.

Eine Hand voll Kinder und Erwachsene sowie ein zweiköpfiges Team von Kraichgau TV hatten sich im Eselstall in der Neuenwegstraße eingefunden, um in stimmungsvoller Atmosphäre der Legende vom kleinen Esel zu lauschen. Birgit Lomnitzer hat die Geschichte „Marias kleiner Esel: eine Weihnachtslegende“ von Gunhild Sehlin gekürzt und für eine weihnachtliche Lesung adaptiert. Ein Pfad aus Kerzen führte die Zuhörer durch die Scheune in den mit Tannenzweigen und Lichterketten festlich geschmückten Stall, wo Charlotte und Napoleon, die beiden Esel der Lomnitzers, bereits auf die großen und kleinen Gäste warteten. Geduldig ließen sie sich streicheln und dabei nicht vom Futtern abhalten.

weihnachten im eselstall 2014
Napoleon lässt sich von Birgit streicheln.

 

Als die Zuhörer auf den eigens aufgeschichteten Heuballen Platz genommen hatten, begann Birgit mit ihrer Lesung. Der kleine Esel aus Nazareth hatte ein schweres Schicksal gehabt und war von seinem Besitzer vernachlässigt worden. Obwohl er so struppig aussah, stolzierte er erhobenen Hauptes umher, denn irgendwie hatte er wohl gespürt, dass er ein besonderer Esel war. Maria verliebte sich auf den ersten Blick in das verfilzte Tier und ihr Verlobter Josef konnte ihn schließlich für sie erstehen. So hatte sie eine Hilfe beim Transport des Wassers von der Wasserstelle und bei der Ernte. Sofort schloss der Esel Freundschaft mit den anderen Tieren und freute sich sehr, als er erfuhr, dass Maria schwanger sei.

weihnachten im eselstall 2014
Napoleon und Charlotte futtern genüsslich.

Genüsslich schmatzten die Esel während der Lesung. Ab und zu – man war gerade in die Geschichte versunken und stellte sich die Szenerie vor zweitausend Jahren bildlich vor – wurde man von einem lauten Schnauben wieder ins Hier und Jetzt zurückgeholt, in den Stall in Oberöwisheim, doch auf eine angenehme Art und Weise. So machten die Esel während der ganzen Lesung immer wieder auf sich aufmerksam. Esel essen nicht nur, sie verwerten ihr Futter auch und so sorgte Charlotte für einen Lacher beim Publikum, als sie kurzerhand vor allen Zuhörern und laufender Kamera ihre Notdurft verrichtete. Birgit ließ sich davon nicht stören und trug weiter die ergreifende Geschichte vom kleinen Esel vor.

weihnachten im eselstall 2014
Napoleon genießt die Aufmerksamkeit.
weihnachten im eselstall 2014
Stimmungsvolle Weihnachtsdeko sorgte für eine festliche Atmosphäre.

Bekanntermaßen mussten Josef und Maria aufgrund der Volkszählung nach Bethlehem reisen und kamen zunächst gar nicht auf die Idee, den Esel zu benutzen. Doch Maria erkannte ihn ihm ein Geschenk Gottes für genau diese Reise und so machten sie sich auf den mühevollen Weg. Die Reise von Nazareth nach Bethlehem wäre ohne den Esel nicht möglich gewesen, der natürlich auch von einem Engel des Herrn unterstützt wurde. Maria und Josef gaben sich voller Gottvertrauen der Führung des Esels hin, und dieser führte sie sicher durch alle Gefahren, jeglicher Naturgewalt trotzend. Durch die Geschichte wurde den Zuhörern wieder klar, welch wichtige Rolle die Tiere in der gesamten Weihnachtsgeschichte eigentlich spielen. Die Liebe zu den Tieren ist beim Fest der Liebe eben auch gemeint. Nach einem kurzen Aufenthalt bei den Beduinen kamen Maria und Josef schließlich in Bethlem an – und er Rest ist Geschichte.

Beim Abschließenden Applaus vergaßen die Esel sogar ihr Futter und es schien, als würden auch sie im Stillen durch ihre aufmerksamen Blicke für Birgits Lesung applaudieren. Bei Glühwein, Punsch, Obst und Gebäck konnte man anschließend im Hof noch ins Gespräch kommen.

weihnachten im eselstall 2014
Er liebt es, fotografiert zu werden…
weihnachten im eselstall 2014
… ich zur Zeit nicht so 😉

Auch an den nächsten beiden Adventssonntagen kann man sich die Weihnachtslegende vom kleinen Esel im Stall von Charlotte und Napoleon anhören. Birgit Lomnitzer, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Image der Esel im Allgemeinen zu verbessern und den Menschen in der Region diese faszinierenden Tiere näherzubringen, freut sich auf Anmeldungen unter birgit.lomnitzer@gmx.de. Nicht nur zur Weihnachtszeit veranstaltet sie interessante Events rund um den Esel.

Möchtest du Birgits Esel Charlotte und Napoleon kennenlernen? Komm doch einfach mal nach Oberöwisheim und

entdecke_kraichtal

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